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Brennstoffzellen auf Kreuzfahrtschiffen: die Pläne im Detail

7 September 2009 501 mal gelesen Keine Kommentare

Kürzlich habe ich das Brennstoffzellenprojekt e4Ships vorgestellt. Es ist in mehrere Teilprojekte aufgeteilt, die unterschiedliche Einsatzzwecke andressieren. Eine Präsentation des Meyer Werft zeigt, was beim Einsatz auf Kreuzfahrtschiffen geplant ist.

Der Energieverbrauch eines Kreuzfahrtschiffs lässt sich in zwei Bereiche einteilen: Antrieb (Schiffsschraube) und Hotelbetrieb (Beleuchtung, Küche, Klimatisierung). Die Elektrizität für den Hotelbetrieb wird heute üblicherweise von den Hauptmaschinen erzeugt. Bei dem im Rahmen von e4Ships vorgestellten Teilprojekt Pa-X-ell geht es zunächst lediglich um die Energieversorgung des Hotelbereichs. Konkret geplant sind zunächst zwei Schritte:

  • 2009 bis 2012: Entwicklung eines 500-Kilowatt-Brennstoffzellensystems und Erprobung unter Praxisbedingungen auf einem Kreuzfahrtschiff.
  • 2012 bis 2014: Weiterentwicklung zu einem dezentralen Energiekonzept und Test einer Brennstoffzelle mit mindestens 1 Megawatt in einem Abschnitt.

Natürlich sollen die Erkenntnisse aus der Erprobung in den großangelegten Praxiseinsatz münden. Der ist aber erst für 2015 bis 2020 angedacht. Dann soll dann der komplette Hotelbetrieb mit Brennstoffzellen möglich sein. Welches Schiff diese Technik wohl als erstes serienmäßig an Bord haben wird?

Erst danach – in der Meyer-Werft-Präsentation ist dafür kein Zeitraum angegeben – will man sich um den Antrieb kümmern. So weit hergeholt, wie viele vielleicht denken, ist das nicht. Die meisten Kreuzfahrtschiffe werden heute nämlich dieselelektrisch angetrieben: Motoren erzeugen per Generator Elektrizität, die die Elektromotoren der Schiffsschraube in Gang setzt.

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